Donnerstag, 9. Februar 2006

Charmanter Blick hinter die Stirn einer Buchhändlerin

Na, das macht doch richtig Spaß, musste ich gleich abonnieren:
Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn.

Charmant und spritzig geschriebenes Blog einer 21-jährigen Buchhändlerin, die erzählt, was sie so täglich mit uns Kunden erlebt.

Immer was zum Schmunzeln, manchmal ein bisschen was zum sich-an-die-eigene-Nase-fassen.

Wertung: Gefällt!

Mittwoch, 8. Februar 2006

GEZ outet sich mal wieder als Abzocker - und dann noch volkswirtschaftlich so dermaßen kontraproduktiv

Ich fasse es nicht:
... die Rundfunkgebühren, die ab Anfang 2007 für internetfähige PCs fällig werden, seien "für die Wirtschaft ein Betrag, der deutlich unter der Peanutsgrenze liegt". Damit wollte er [der Regierungssprecher von Rheinland-Pfalz im September 2004] illustrieren, dass ja nicht für jeden von unter Umständen Tausenden Rechnern eines Großunternehmens an die Gebühreneinzugszentrale GEZ gezahlt werden muss - sondern nur für einen einzigen. Nach aktuellem Gebührenstand wären das 17,03 Euro im Monat.

Peanuts in der Tat - für ein Großunternehmen. Anders sieht die Sache für Freiberufler aus. Etwa 800.000 davon gibt es in Deutschland derzeit, sie alle müssen künftig nicht nur für den Fernseher zu Hause, sondern auch für den überlebensnotwendigen Rechner im Büro Gebühren zahlen.
(zitiert aus Spiegel online vom 7. Feb. 2006)


Drehen die jetzt völlig am Rad?

Erstens ist es mir üüüberhaupt nicht einsichtig, warum für die Nutzung eines PCs GEZ bezahlt werden soll.

Zweitens finde ich die Berechnungsgrundlage dermaßen ungerecht und kontraproduktiv, dass ich es kaum in Worte fassen kann:

Alle reden von der bösen, schlimmen Arbeitslosigkeit.
Politik und Wirtschaft reißen sich - angeblich - zwei Beine aus, um die Leute zur Selbstständigkeit zu motivieren und dann stellt die GEZ die Freiberufler im Verhältnis zu einem "armen, armen" Großunternehmen dermaßen schlecht?!

Warum, verdammt noch mal, reißt immer einer mit dem Ar... ein, was andere mühsam mit ihren Händen versuchen aufzubauen?!

Dienstag, 24. Januar 2006

Wie immer gründlich, die Schweizer: Der Searchguide zur Internet-Recherche

Gefunden bei den rootGrrls, dem Netzwerk von IT-Workerinnen:

Das Schweizer Portal für die Recherche im Internet (SPRINT) hat den Searchguide veröffentlicht. Hier findet man alles, was man immer schon zum Thema Internet-Recherche wissen wollte und noch einiges mehr:
  • Informationanbieter & -dienste
  • Suchverfahren
  • Suchoperatoren und Suchmethoden
  • Vorgehensweise bei der Suche
  • Literatur / Links
Wirklich sehr fundiert, kompetent und gut dokumentiert.

Klares Urteil: Sehr nützlich.

Montag, 23. Januar 2006

Tolles Freebie: Aus E-Mail-Signatur/Website-Impressum zack,zack Outlook-Kontakt generieren

Das gefällt mir, sprechen wir doch im Workshop "Website-Promotion" auch gerade über Freebies, die dem Nutzer echten Nutzen bringen:

Die Firma O&O-Services stellt gratis ein Tool zur Verfügung, das Outlook-Kontakte aus E-Mail-Signaturen oder aus den Impressen von Websites erstellt: Den O&O SigParser
Man kopiert die Signatur/die Kontaktdaten aus dem Website-Impressum in den Parser und sofort analysiert das Tool die Daten und ordnet sie den verschiedenen Feldern zu. Mit einem Klick bastelt man einen neuen Outlook-Kontakt.

Dann kann man händisch noch ergänzen oder bei Bedarf korrigieren - z. B. die Kategorie zuordnen oder was auch immer - und fertig.

Systemvoraussetzungen: Windows-Betriebssystem und Microsoft .NET Framework 1.1.

Viel Tipperei oder copy/paste gespart.
Funktioniert wirklich gut, hab's natürlich gleich ausprobiert. Prima.

Samstag, 21. Januar 2006

Ausgezeichneter Online-Workshop und noch Infos "obendrauf"

Bin gerade begeisterte Teilnehmerin eines Online-Workshops bei www.workshopwelt.de: Website Promotion für Freiberufler und kleine Firmen.

Fabian Raschke unterrichtet sehr gut strukturiert, umfassend und gut verständlich. Klasse. Außerdem hat er noch noch Extra Infos über Meta-Tags und Suchmaschinenoptimierung online gestellt. Falls er dieses Blog weiterführt, werde ich da sicher das eine oder andere Mal vorbei schauen.

Nachteil des Ganzen: Um die vielen guten Tipps aus dem Workshop und umzu umsetzen zu können, werde ich meine komplette Website:
www.textfluss.de neu machen müssen. Wieder mal. Ojehh.
Auf dass mir nicht langweilig werde...

Freitag, 13. Januar 2006

Nanu, Lord Fauntleroy ist gar nicht glücklich?!

Dirk Wittenborn: Unter WildenIch stelle mir das so vor: Auch Dirk Wittenborn guckt jedes Weihnachten fern. Er sieht zum 15. Mal "Der kleine Lord" und denkt: "Das kann's doch nicht sein! So ein rundum liebreizendes Kind, das immer alles richtig macht - ein Winner auf der ganzen Linie. Das stinkereich wird und dabei unverdorben bleibt. Umgeben von lauter Superreichen, die aber auch alle ziemlich nett sind. Nee, nee, da muss ich mal bei." Denkt es, setzt sich hin und schreibt Unter Wilden:

Der junge Earl Finn hat es nicht leicht: Er lebt in New York, zusammen mit seiner Mutter Liz, die eine Vorliebe für Kokain hegt, sexuelle Abwechslung liebt und ihren Lebensunterhalt als Masseuse bestreitet. Sein Vater, den er nie kennen gelernt hat, weilt am fernen Amazonas, und bleibt für ihn eine ungreifbare Gestalt. Doch Finns Leben nimmt eine entscheidende Wendung, als der stinkreiche Milliardär Osborne ihm und seiner Mutter Unterschlupf auf dessen Anwesen Vlyvalle gewährt, einer goldenen Oase der Superreichen. Finn findet neue Freunde und verliebt sich in Maya, die Enkelin Osbornes. Ein amerikanischer Traum scheint wahr zu werden – bis Finn auf die Lügen und das Laster hinter der schillernden Fassade stößt. In der Welt der Superreichen: Scharfzüngig, komisch und intelligent zeichnet Dirk Wittenborn ein bitterböses Porträt der amerikanischen Gesellschaft. (Aus der Amazon-Redaktion)
Mich hat das Buch schnell gefangen - eines dieser Bücher, die ich in einem Rutsch durchlese und dabei abtauche. Fast meine ich, jetzt zu wissen, wie ein 16-jähriger pubertierender Jüngling tickt. Und ich hatte eine Menge Spaß beim Lesen. Story und Figuren sind immer wieder für neue Überraschungen gut, die Entwicklung ist eigentlich berechenbar und dann doch wieder nicht.
Ich finde die Figuren glaubwürdig, die Story witzig, schlüssig und spannend. Der bissige Ausflug in die High-Society löst schönste "Julia-Roman"-Illusionen aus und tröstet gleichzeitig mit der Erkenntnis: Geld macht wahrlich nicht glücklich.

Samstag, 7. Januar 2006

Fünf schöne Dinge dieses Tages

Doris Dörrie: Was machen wir jetzt?Sie kann wirklich nicht nur gute Filme machen. Sie kann auch Klasse Bücher schreiben: Doris Dörrie, meine ich.
Gerade ausgelesen von ihr habe ich Was machen wir jetzt?

Der Inhalt in Kürze:
"Wie weiter, wenn die Frau ihr Heil im Buddhismus sucht, die siebzehnjährige Tochter mit einem tibetischen Lama auf und davon will und einen selbst Geld und Erfolg nicht glücklich machen? Diese Fragen stellt sich nicht nur Doris Dörries Romanfigur Fred Kaufmann. Doch die Autorin zeigt uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Nur Mut, es gibt ein Leben über vierzig!" (Klappentext)

Ich mag die Leichtigkeit und die bildhafte Sprache Doris Dörries. Die mich oft zu lautem Lachen animieren. Und die mich - manchmal dezent errötend und "ertappt" - denken lassen: Hmm, dieser - gerade sehr unpassende - Gedanke des Protagonisten hätte auch von mir sein können.

Merken werde ich mir aus dem Buch sicher dieses Spiel:
Zähle fünf schöne Dinge auf, die du heute gesehen, erlebt, gerochen oder gehört hast.

Okay:
Erstens: Ein halb überraschtes, halb freudiges "rrrrr" von Annie-Katze, als ich sie am Bauch kraulte, während sie schlief.

Zweitens: Das Knistern des Feuers im Kamin, das in diesen eklig grauen Tag Gemütlichkeit brachte.

Drittens: Das erste wieder föhliche Lächeln meines Liebsten, nachdem er sich drei Tage lang nur malade und grippig fühlte.

Viertens: Die Idee zu diesem Blog-Eintrag.

Fünftens: Hey, der Tag ist ja noch nicht rum ...
Gar nicht so einfach das mit den fünf schönen Dingen pro Tag, aber übenswert.

Dienstag, 20. Dezember 2005

Wenn die Ideen gerade mal wieder Pause machen, ...

... gibt es hier eine "Auf-gut-Glück"-Selbsthilfe: www.creativethink.com.

Viele Möglichkeiten, die Ideenproduktion wieder anzukurbeln, hat Roger von Oech nett illustriert bereit gestellt.

Also, wenn's mal wieder gar nicht fluppt, einfach auf "Give me another creative whack" klicken.

Macht Spaß, auch einfach so.

Montag, 19. Dezember 2005

Weihnachtsstimmung

Das Deadvlei ist mitten in der Wüste Namib, ein salzüberkrustetes, unglaublich heißes Tal inmitten roter Dünen, in dem seit Hunderten von Jahren kein Leben eine Chance hat.Ist schon eigenartig, bei 38 Grad Celsius einen "schönen dritten Advent" gewünscht zu bekommen.
Mache ich mir sowieso nicht viel aus Weihnachten, mutet es fast etwas bizarr an, in Namibia daran erinnert zu werden. Was nicht bedeutet, dass es dort keine Weihnachtsbäume, Weihnachtsmänner, Weihnachtsdeko gäbe. Aber alles das wirkt auf mich ziemlich deplatziert.
Dafür holte mich das "richtige Weihnachtsklima" dann gleich am Flughafen ab: Schneechaos.
Ach ja, willkommen daheim.

Montag, 28. November 2005

Deutschland und der - immer wieder überraschende - Schnee

Es wundert mich. Immer wieder. Deutschland gehört ja nun wahrlich nicht zu den tropischen Ländern, in denen Schnee und Kälte doch eher unwahrscheinlich sind.

Dennoch ist es mit dem Wintereinbruch scheinbar wie mit Weihnachten: Beide kommen immer völlig überraschend, niemand scheint längerfristig darauf vorbereitet.

Wenn ich dieser Tage - wie jedes Jahr zum klimatischen Winterbeginn wieder - von Stromausfällen, unzähligen Verkehrsunfällen und Zugverspätungen lese und höre, die der erste Schnee ausgelöst hat, frage ich mich: Warum zeigt die Nation sich jedes Jahr wieder so schlecht vorbereitet?

Vielleicht hilft's ja, es noch einmal ausdrücklich kundzutun:

Liebe Leute, ab November jeden Jahres ist in Deutschland mit Frost und Schnee zu rechnen.

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