Lesen und lesen lassen

Donnerstag, 9. Februar 2006

Charmanter Blick hinter die Stirn einer Buchhändlerin

Na, das macht doch richtig Spaß, musste ich gleich abonnieren:
Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn.

Charmant und spritzig geschriebenes Blog einer 21-jährigen Buchhändlerin, die erzählt, was sie so täglich mit uns Kunden erlebt.

Immer was zum Schmunzeln, manchmal ein bisschen was zum sich-an-die-eigene-Nase-fassen.

Wertung: Gefällt!

Freitag, 13. Januar 2006

Nanu, Lord Fauntleroy ist gar nicht glücklich?!

Dirk Wittenborn: Unter WildenIch stelle mir das so vor: Auch Dirk Wittenborn guckt jedes Weihnachten fern. Er sieht zum 15. Mal "Der kleine Lord" und denkt: "Das kann's doch nicht sein! So ein rundum liebreizendes Kind, das immer alles richtig macht - ein Winner auf der ganzen Linie. Das stinkereich wird und dabei unverdorben bleibt. Umgeben von lauter Superreichen, die aber auch alle ziemlich nett sind. Nee, nee, da muss ich mal bei." Denkt es, setzt sich hin und schreibt Unter Wilden:

Der junge Earl Finn hat es nicht leicht: Er lebt in New York, zusammen mit seiner Mutter Liz, die eine Vorliebe für Kokain hegt, sexuelle Abwechslung liebt und ihren Lebensunterhalt als Masseuse bestreitet. Sein Vater, den er nie kennen gelernt hat, weilt am fernen Amazonas, und bleibt für ihn eine ungreifbare Gestalt. Doch Finns Leben nimmt eine entscheidende Wendung, als der stinkreiche Milliardär Osborne ihm und seiner Mutter Unterschlupf auf dessen Anwesen Vlyvalle gewährt, einer goldenen Oase der Superreichen. Finn findet neue Freunde und verliebt sich in Maya, die Enkelin Osbornes. Ein amerikanischer Traum scheint wahr zu werden – bis Finn auf die Lügen und das Laster hinter der schillernden Fassade stößt. In der Welt der Superreichen: Scharfzüngig, komisch und intelligent zeichnet Dirk Wittenborn ein bitterböses Porträt der amerikanischen Gesellschaft. (Aus der Amazon-Redaktion)
Mich hat das Buch schnell gefangen - eines dieser Bücher, die ich in einem Rutsch durchlese und dabei abtauche. Fast meine ich, jetzt zu wissen, wie ein 16-jähriger pubertierender Jüngling tickt. Und ich hatte eine Menge Spaß beim Lesen. Story und Figuren sind immer wieder für neue Überraschungen gut, die Entwicklung ist eigentlich berechenbar und dann doch wieder nicht.
Ich finde die Figuren glaubwürdig, die Story witzig, schlüssig und spannend. Der bissige Ausflug in die High-Society löst schönste "Julia-Roman"-Illusionen aus und tröstet gleichzeitig mit der Erkenntnis: Geld macht wahrlich nicht glücklich.

Samstag, 7. Januar 2006

Fünf schöne Dinge dieses Tages

Doris Dörrie: Was machen wir jetzt?Sie kann wirklich nicht nur gute Filme machen. Sie kann auch Klasse Bücher schreiben: Doris Dörrie, meine ich.
Gerade ausgelesen von ihr habe ich Was machen wir jetzt?

Der Inhalt in Kürze:
"Wie weiter, wenn die Frau ihr Heil im Buddhismus sucht, die siebzehnjährige Tochter mit einem tibetischen Lama auf und davon will und einen selbst Geld und Erfolg nicht glücklich machen? Diese Fragen stellt sich nicht nur Doris Dörries Romanfigur Fred Kaufmann. Doch die Autorin zeigt uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Nur Mut, es gibt ein Leben über vierzig!" (Klappentext)

Ich mag die Leichtigkeit und die bildhafte Sprache Doris Dörries. Die mich oft zu lautem Lachen animieren. Und die mich - manchmal dezent errötend und "ertappt" - denken lassen: Hmm, dieser - gerade sehr unpassende - Gedanke des Protagonisten hätte auch von mir sein können.

Merken werde ich mir aus dem Buch sicher dieses Spiel:
Zähle fünf schöne Dinge auf, die du heute gesehen, erlebt, gerochen oder gehört hast.

Okay:
Erstens: Ein halb überraschtes, halb freudiges "rrrrr" von Annie-Katze, als ich sie am Bauch kraulte, während sie schlief.

Zweitens: Das Knistern des Feuers im Kamin, das in diesen eklig grauen Tag Gemütlichkeit brachte.

Drittens: Das erste wieder föhliche Lächeln meines Liebsten, nachdem er sich drei Tage lang nur malade und grippig fühlte.

Viertens: Die Idee zu diesem Blog-Eintrag.

Fünftens: Hey, der Tag ist ja noch nicht rum ...
Gar nicht so einfach das mit den fünf schönen Dingen pro Tag, aber übenswert.

Donnerstag, 21. Juli 2005

Klasse, Amazon.de bietet nun auch Volltext-Suche

Na, das ist doch mal eine richtig erfreuliche Neuigkeit am frühen Morgen.

"Search inside" bietet die Möglichkeit, sich Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe eines Titels anzusehen. Das wird mir so manche Rücksendung wegen Fehlkaufs ersparen.

So langsam rückt dieser riesige virtuelle Buchladen immer näher an eine echte Buchhandlung heran.

Hat natürlich auch Nachteile - besonders für die Buchhandlungen des "echten Lebens". Ein Alleinstellungsmerkmal - nämlich in den Titeln herumschmökern zu können - für die realen Buchhandlungen weniger.

Insofern ist "Search inside" für uns Nutzer sehr praktisch, macht dem kleinen Einzelhandel das Leben aber umso schwerer.

Eigentlich schade.

Suche

 

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